MAXIMILIANS RESTAURANT OBERSTDORF
„17 Jahre Maximilians sind rasend schnell vergangen“ sind sich der Rheinländer Ludger Fetz und seine Oberstdorfer Frau Margret Bolkart-Fetz einig. 1992 hatten sie aus dem einstigen Kuhstall des 1911 erbauten elterlichen Anwesens in der Freibergstraße das „Maximilians Restaurant“ erschaffen. Es folgten 11 Jahre, die das ambitionierte Duo quasi im Alleingang bewältigte. Durch hohen persönlichen Einsatz und entsprechende Qualität hatten sich die Beiden mit ihrem kleinen Gourmet-Restaurant schnell einen Namen in der
ersten Liga der Allgäuer Gastronomie erworben.
„Flucht nach vorne“ nennt es Margret Bolkart-Fetz, als 2003 wieder investiert und mit dem Objekt 304 unter dem gleichen Dach ein edles Urlaubsdomizil geschaffen wurde (siehe auch Bericht: Mit Blick aus der Badewanne auf die Alpenspitzen). Schritt für Schritt ging es weiter: Für die Gäste kam ein lichter Wintergarten hinzu und für Fetz, der nun nicht mehr alleine am Herd stand, wurde die Küche zu klein. Zu einem regelrechten Atelier für kulinarisches Kunsthandwerk wurde deshalb die Küche ausgebaut
und technisch perfekt ausgestattet. Die optische Gestaltung in frischen Farben und mit einem freien Blick ins Grüne tut ein Übriges, um Ideen für verführerische Gerichte reifen zu lassen. Im Sommer 2009 wurde eine neue Idee verwirklicht: Es entstand „Maximilians Champagnergarten“, ein lauschiges Plätzchen im Grünen als zwangloser Treffpunkt für Gäste. Nur bei schönem Wetter ab 12Uhr geöffnet, werden dort feine Kleinigkeiten aus der Maximiliansküche serviert.
Anspruchsvolle Ästhetik und hohe Qualität verbinden sich bei den Gastgebern überall mit einer wohltuend warmen Atmosphäre. „Es ist vor allem die Freude am positiven Echo, wenn man die zu Recht anspruchsvollen Gäste zufriedenstellen kann“, motivieren sich Patronin und Patron. Und auch heute, ist die Ansage der Beiden klar: Sie wollen auf der kulinarischen Leiter weiter nach oben. Daher legte der
Patron noch eine Schippe drauf und holte mit Tobias Eisele einen engagierten jungen Kollegen und Sternekoch ins Boot. „Sein Weg führte durch erstklassige Häuser wie Brogsitter’s St. Peter, Landhaus Feckl und Burg Staufeneck. Zuletzt erkochte er für Schreieggs Post in Thannhausen den begehrten Michelin-Stern.“ freut sich Fetz über die qualifizierte Verstärkung seiner Crew. „Ich bin ein Mensch, der antizyklisch denkt“, begründet er sein Engagement zu diesem Zeitpunkt, in dem manch einer eher auf die Bremse tritt. „Mit Eisele als Küchenchef kommt frischer Wind in unsere Segel!“ In Tobias Eisele sieht Ludger Fetz neben einem
Gewinn für die Region auch die Möglichkeit, den eigenen Kopf etwas frei zu bekommen für weitere unternehmerische Überlegungen. Und seine Fans wissen, der Mann ist immer für eine Überraschung gut um traditionelle Gerichte neu zu interpretieren…
Speisekarte - Das Maximilians schlägt einen Bogen von den bodenständigen Wurzeln regionaler Gerichte zu internationalen Kompositionen. Zum einen beschert Fetz traditionellen, aufwendigen Rezepten eine Renaissance unter modernen kulinarischen Gesichtspunkten, wie etwa einem Kalbskopf oder geschmorten Rinderbäckchen. Saibling mit Spitzkraut und Zwiebelkuchen finden sich auf der Karte ebenso
wie ein „Gaisburger Marsch vom heimischen Reh“ oder ein genial-regionales Trio: Maultäschle, Kalbskutteln und Käs’nockerl. Zum anderen schwelgt man in internationalen Genusswelten mit verlockendem „Carpaccio & Medaillon von der Tiefseelangustine mit Melone, Chili und Portweingranitee“, „Entenstopfleber & Carpaccio vom Hirschkalbsrücken mit Kürbis-Birnen-Sorbet“ oder „geangelter Wolfsbarsch aus der Bretagne auf Safrangemüse“.
Restaurant Auszeichnungen:
Feinschmecker: 2,5 F
Gault-Millau: 15 Punkte / 2 Hauben
Michelin: 2 rote Bestecke
