OBERSTDORFER PERSÖNLICHKEITEN
Gertrud von Le Fort
1876 Minden – 1971 Oberstdorf
Schriftstellerin
Dr.h.c. Gertrud von Le Fort, die weltbekannte Schriftstellerin („Die Magdeburgische
Hochzeit“, „Die letzte am Schafott“, „Der Kranz der Engel“ u.v.a.) kam wegen ihres sehr angegriffenen Gesundheitszustandes nach Oberstdorf und fand hier in der reinen Bergluft Heilung. Von 1940 bis zu ihrem Tode entstanden hier bedeutende Alterswerke.
Die Ehrenbürgerin von Oberstdorf fand im Oberstdorfer Waldfriedhof die letzte Ruhestätte.
Arthur Maximilian Miller
1901 Mindelheim – 1992 Ottobeuren
Lehrer, Schriftsteller, Maler, Scherenschneider
A. M. Miller lebte von 1939 – 1990 im Oberstdorfer Ortsteil Kornau.
In seinem Häuschen, der „Dichterklause“ entstanden zahlreiche Romane, Novellen, Erzählungen, Biographien, Gedichte, Aquarell- und Ölbilder, wie auch seine trefflichen Scherenschnitte, die in dem Buch „Spiel der Schatten“ zusammengefasst sind. Gertrud von Le Fort und A. M. Miller verband eine künstlerischen Freundschaft. Die gesammelte Korrespondenz ist im Buch „Briefe der Freundschaft“ veröffentlicht. A. M. Miller, Ehrenbürger von Oberstdorf, ruht hier im Waldfriedhof.
Joseph Anton Fischer
1814 Oberstdorf – 1859 München
Historienmaler (Nazarener), Ehrenmitglied der kgl. Akademie, Werke von ihm gingen hauptsächlich an Kirchen und den Adel, u. a. Auer-Kirche in München (im 2. Weltkrieg zerstört), Nikolaikirche Odessa. Sein bekanntes, noch vorhandenes Werk sind die „Bayernfenster“ im Kölner Dom, zu denen Fischer im Auftrag des Königs die Kartons schuf. (Der bayer. König machte die Fenster dem König von Preußen zum Geschenk).
Maximilian Rueß
1925 Oberstdorf – 1990 München
Maler und Bildhauer
Prof. Ruhrberg sagte über Maximilian Rueß: „ ..der wichtigste und substantiellste Künstler des Allgäus in unserer Zeit“. Rueß arbeitete mit den verschiedensten Materialien und Techniken. Sein Haupt- und Lebenswerk: Der Schlossbrunnen im Schlosshof des Schlosses Zeil, im Auftrag des Fürsten Waldburg.
Weitere Informationen finden Sie unter www.kunsthalle-kempten.de/ruess
Adrian Ludwig Richter
1803 – 1884
Zeichner, Maler und Illustrator 1841 – 1873 Professor an der Akademie zu Dresden. Landschaftsmalerei, Illustrator diverser Bücher (Jugendbücher, Schulbücher, Grimms Märchen). 1863 Ferien in Oberstdorf, befreundet mit Johann von Schraudolph und dem Leipziger Verleger Meyer (Meyers Lexikon), der in Oberstdorf 1862 ein Haus erbauen ließ und es Sachsenhaus nannte (daher auch die Straßenbenennung „Sachsenweg“ in Oberstdorf)
Johann von Schraudolph
1808 Oberstdorf – 1879 München
Historienmaler(Nazarener), Professor an der Akademie in München, vom Bayerischen König in den persönlichen Adelstand erhoben. Straßen in Oberstdorf, Kempten und München nach ihm benannt. Hauptwerke: Ausmalung des Kaiserdoms zu Speyer und ebenfalls im Auftrag des bayer. Königs: Ausmalung der Residenz in Athen für König Otto.
Claudius Schraudolph der Ältere (Bruder des Johann)
1813 Oberstdorf – 1891 Oberstdorf
Historienmaler (Nazarener), arbeitete zusammen mit seinem Bruder an den großen Werken und hinterließ der Heimatgemeinde, wie auch vielen anderen Orten des Allgäus Altarbilder und andere Kunstwerke.
Robert Curry
1872 Boston USA –1944 Riederau/Ammersee
Landschaftsmaler Curry lebte in den Zwanziger- und Dreißiger Jahren in Oberstdorf, wo eine Reihe seiner preisgekrönten Bilder entstanden (Ausstellungen: Glaspalast, Haus der Deutschen Kunst).
Walter Bloem
Schriftsteller
ausgezeichnet mit der Goethemedaille, wohnte 1925 als Gast im Hotel Luitpold.
Romane: „Der krasse Fuchs“, „Der Weltbrand“, Das jüngste Gericht“
Carl Zuckmayer
1896 – 1977
Schriftsteller und Theaterautor
Von 1936 – 1946 nach Amerika emigriert. Werke: „Der fröhliche Weinberg“, „Barbara Blomberg“, „Des Teufels General“, „Die Fasnachtsbeichte“, „Der Hauptmann von Köpenick“ .
Zuckmayer war nach dem Zweiten Weltkrieg mehrmals Gast in Oberstdorf z. B. im Stillachhaus und weilte auch bei seinen in Oberstdorf lebenden Eltern. Das Grab seiner Eltern im Oberstdorfer Waldfriedhof besteht
